Die großen Kostenblöcke
Ein Serienwerkzeug mit einer Kavität für 80.000 Dollar – P20-Stahl, 100.000 Schuss Standzeit, SPI-A2-Politur in der Kavität und ein Schieber für einen Hinterschnitt – teilt sich ungefähr so auf: 5.000 Dollar Werkzeugstahl, 15.000 Schruppfräsen, 14.000 Senkerodieren, 10.000 Handpolieren, 9.000 Schiebermechanik, 6.000 Auswerfersystem, 12.000 Heißkanal und 9.000 für Bemusterung und Feinabstimmung. Macht zusammen 80.000. Jedes Werkzeug verschiebt diese Zahlen ein wenig, doch die Verhältnisse sind typisch.
Was in Ihrer Hand liegt
Der Heißkanal schlägt mit 10.000 bis 25.000 Dollar zu Buche, spart aber den Angussabfall und verkürzt den Takt – er rechnet sich ab 50.000 Schuss. Mehrere Kavitäten verteuern das Werkzeug um 60 bis 80 % bei doppeltem Ausstoß und zahlen sich ab 100.000 Schuss im Jahr aus. Gehärteter H13-Stahl kostet 30 % mehr als P20, hält dafür fünfmal länger und lohnt ab 500.000 Schuss insgesamt. Und bei der Politur: Die SPI-A1-Hochglanzpolitur kostet doppelt so viel wie das satinierte A3; den meisten Sichtteilen genügt A2.
Jeder Schieber und jeder Schrägauswerfer kostet 5.000 bis 15.000 Dollar und amortisiert sich rein rechnerisch nie – er ist nur da, weil die Geometrie Hinterschnitte hat. Am billigsten ist es, das Teil so umzukonstruieren, dass man ihn nicht braucht.
Wann Sie sich das Stahlwerkzeug ganz sparen können
Ein Aluminium-Brückenwerkzeug für 12.000 bis 25.000 Dollar liefert in zwei bis vier Wochen 5.000 bis 10.000 Schuss. Für die Absicherung vor dem Marktstart, für Markttests und für jede Menge unter 5.000 Teilen im Jahr ist Aluminium die richtige Antwort. Wir sehen Kunden 80.000 Dollar in Stahlwerkzeuge stecken für Produkte, von denen am Ende 3.000 Stück verkauft werden – dieses Geld hätte auf dem Konto bleiben sollen.
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