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DFM-Leitfaden · Automatische Montage

Greifen. Setzen. Fügen. Vom Roboter. Konstruieren Sie dafür.

Die automatische Montage stellt eigene Anforderungen an die Konstruktion: angefaste Fügestellen, Schnappelemente, asymmetrische Orientierungshilfen und kraftgeregeltes Fügen. Wer das richtig löst, dessen Roboter montieren zuverlässig; wer nicht, dessen Anlage klemmt.

Fertigungsgerechtes KonstruierenWuxi, ChinaMOQ 1 TeilDFM-Prüfung inklusive

Grundprinzipien.

Richtet sich selbst aus

Einführfasen, üblicherweise 45° auf 1 mm, an den Fügestellen. Sie fangen die Positioniertoleranz des Roboters auf und sind bei Pressverbänden entscheidend.

Der Roboter kann nicht wenden

Beim Greifen muss das Teil richtig liegen. Asymmetrische Merkmale sichern die richtige Lage und verhindern den verkehrten Einbau.

Ohne Verbindungselemente

Die Montage per Schnappverbindung erspart das Hantieren mit Verbindungselementen. Die Schnappwinkel, meist 30 bis 45°, werden auf die Fügekraft ausgelegt.

Vakuum oder Greifer

Eine ebene Fläche fürs Vakuum oder klar definierte Greifstellen für den mechanischen Greifer. Gewölbte Flächen bereiten Ärger.

Lose, wo es geht

Ein Roboter positioniert üblicherweise auf ±0,1 mm. Die Fügestellen müssen diese Toleranz über Fasen und Einführschrägen auffangen.

Im Gurtband

Verbindungselemente vorgegurtet im Gurtband oder als einrastende Halter. Lose Schrauben tun sich Roboter schwer.

Häufige Fragen

Die Handmontage verzeiht Lagefehler, bewältigt verwickelte Bewegungen und bringt Fingerfertigkeit mit. Die automatische braucht eine eindeutige Lage, einfache Fügewege und kraftgeregeltes Einführen.

Kragarm-Schnapper: Verhältnis von Tiefe zu Länge 0,1 bis 0,2, wenn er oft betätigt wird. Bei unlösbarer Ausführung höhere Fügekraft. Und achten Sie auf die Nachgiebigkeit des Werkstoffs: Polyamid und ABS eignen sich, spröde Werkstoffe nicht.

Beim Zuführen müssen sich die Teile stets gleich ausrichten. Eine asymmetrische Massenverteilung hilft dabei. Und vermeiden Sie Formen, die sich ineinander verhaken.

Moderne Roboter orientieren sich per Bildverarbeitung, was weniger Orientierungsmerkmale nötig macht. Das kostet aber Geld: Konstruieren Sie entweder mit Bildverarbeitung oder ohne, nicht halb und halb.

Es gibt Spezialroboter, die mit Schrauben und Scheiben umgehen können. In der Großserie greift man dennoch meist zu Schnapp- oder Pressverbindungen, um sich diesen Aufwand zu sparen.

Automatisierungsgerecht zu konstruieren kostet vorab Entwicklungsaufwand. Der rechnet sich in der Serie, ab etwa 10.000 Baugruppen. Darunter ist Handmontage oft günstiger.

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